Aarg. Gewerkschaftsbund unterstützt Robert Obrist

Auszug aus der Medienmitteilung des Aarg. Gewerkschaftsbunds vom 26. August 2016

Der Aargauische Gewerkschaftsbund (AGB) unterstützt bei den Regierungsratswahlen vom 23. Oktober die beiden Kandidierenden der SP, Urs Hofmann (bisher) und Yvonne Feri, sowie den Grünen Robert Obrist. Der Vorschlag des Kantonalvorstandes sorgte bei den Gewerkschaftsdelegierten für Zündstoff.

In der Vergangenheit hat der AGB bei Wahlen jeweils Kandidatinnen und Kandidaten empfohlen, die einer AGB-Gewerkschaft angehören. Dieses Kriterium erfüllt jedoch nur Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann. Feri ist Mitglied des Kaufmännischen Vereins, Obrist gehört keiner Arbeitnehmerorganisation an.

Gleichwohl entschied sich der Kantonalvorstand für eine Wahlempfehlung zugunsten des rot-grünen Trios. AGB-Präsident Kurt Emmenegger begründete dies mit der „etwas anderen Ausgangslage“, die durch den Rücktritt der grünen Regierungsrätin Susanne Hochuli geschaffen worden sei.

„In dieser Situation einzig Urs Hofmann zu empfehlen wäre unklar und nicht seriös“, stellte Emmenegger fest. Neben der Gewerkschaftsmitgliedschaft sei deshalb als zweites Kriterium auch die politische Positionierung der Kandidierenden berücksichtigt worden. Die Erfahrungen in den letzten 20 Jahren hätten gezeigt, dass die gewerkschaftlichen Anliegen in der Regel von SP und Grünen unterstützt würden.

Keine reine PR-Aktion unterstützen

Mit 18 gegen 8 Stimmen stellten sich die Delegierten schliesslich hinter den Vorstand und die Empfehlung des rot-grünen Trios Hofmann, Feri und Obrist. Der Antrag aus der Versammlungsmitte, ein „Sechserpäckli mit den Juso-Frauen“ zu empfehlen wurde ebenso klar abgelehnt wie die Forderung, nur Kandidatinnen und Kandidaten zu unterstützen, die Mitglied einer AGB-Gewerkschaft sind.

Bei den Grossratswahlen liegt der Lead bei „ArbeitAargau“ (in Gründung). Die neue zukünftige Arbeitnehmenden-Dachorganisation werde einen Flyer verteilen, auf dem alle Kandidatinnen aufgeführt sind, die Mitglieder einer Organisation von ArbeitAargau sind. Die Liste werde rund 140 Namen umfassen, sagte Emmenegger.

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